Medizinstudium · Pflegepraktikum

Pflegepraktikum – Tag 12

Ich hatte das erste mal Dienst mit der Stationsleitung, sie arbeitet hin und wieder mit, wenn es um Vertragsverlängerungen geht oder extremer Personalmangel herrscht, ansonsten hat sie genügend Organisatorisches mit der Leitung von 2 Stationen zu tun. So wurde die Station in 2 Bereiche für die Spätschicht geteilt, einmal Stationsleitung mit der zu prüfenden Schwester, ich mit der anderen (D. genannt). Mit ihr hatte ich noch nie zusammengearbeitet, da sie vorwiegend Nachtschichten macht, weil die Patienten da nicht so viel nerven (ihre Aussage).
Die Stimmung war eher angespannt, da bei den beiden die Stationsleitung nicht sehr beliebt war. Der Freund von der, die „geprüft“ wurde, der auch in der Klinik arbeitet musste auch erst mal vor dem Rundgang von uns gepäppelt werden, der war nämlich völlig fertig mit den Nerven „Was mach die Hexe nur mit ihr?“ An dem Tag durfte ich auch sehr viel mit einem leicht dementen Privatpatienten diskutieren, dass die 1,5 L Flüssigkeitszufuhr durchaus beachtet werden darf. Herzinsuffizienz und viel trinken verträgt sich einfach nicht, spätestens das Wiegen jeden morgen hat es gezeigt.
Die Rundgänge an sich waren etwas komisch, klar, es dauert etwas, bis die Schwester weiss, was sie mich machen lassen kann, und was sie selber macht, und wo sie mir noch neues beibringen kann. Das wird immer zuerst ausgelotet. Manche Schwestern können sich schneller auf Praktikanten einstellen, manche langsamer.
Als die Stationsleitung dann mal vorbei kam, fragte Sie mich, während D. daneben stand: „Sagt die eigentlich auch mal “Bitte“ und “Danke“ zu dir?“. Da war mir auch klar, was so komisch an der Zusammenarbeit war, davor war mir das nicht aufgefallen. Es kamen dann noch weitere Male ein Wink mit dem Zaumpfahl an D., später auch mit einem Baumstamm. Geändert hat sich an ihrem Verhalten nichts, und am nächsten Tag war es dann noch „schöner“.

Vielleicht schreibe ich noch kurz etwas zur Stationsleitung. Man liebt sie oder man hasst Sie. Die beiden an dem Tag mochten sie nicht, ich mag sie. Sie ist nett, und freundlich, wenn man Umsichtig arbeitet, alles so gut macht wie man kann und nicht rumschludert oder faul ist. Und auch all das weiss, was man wissen muss (ab einer gewissen Qualifikation). Wenn man aber faul ist, oder Dinge, die man wissen sollte nicht weiss, dann ist das alles andere als lustig. Zum einen hab ich sie so wahrgenommen, zum anderen wurde sie mir so auch von den anderen beschrieben.

Tag 1, Tag 2, Tag 3-5, Tag 9, Tag 10, Tag 11, Tag 13, Tag 14

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8 Kommentare zu „Pflegepraktikum – Tag 12

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