Medizinstudium

Das erste Mal Patienten untersuchen :)

Da ich noch einen Moment brauche, um mir die Fragen für die zugeworfenen Stöckchen auszudenken, kommt vorneweg noch ein anderer Artikel 🙂

Vor einigen Wochen war es soweit: Ich sollte meine ersten 2 Patienten an der Uniklinik untersuchen. 4. Stock in irgendeinem Haus der Uniklinik. Tutorin fährt Aufzug, Studenten rennen Treppe. Und landen irgendwo im Nirgendwo. Die Ursachenforschung ergibt, dass es zwei Treppenhäuser direkt nebeneinander gibt (an einer gemeinsamen Eingangshalle). Dummerweise führen die beiden Treppenhäuser in die verschiedensten Richtungen. Und die Gebäudeteile sind natürlich nicht miteinander verbunden. Also wieder 4 Stockwerke nach unten. Gemeinschaftlich beschlossen wir, den Aufzug zu nehmen. Wir passten alle (9 Studenten) auf Anhieb rein. Ist ja auch kein Problem bei einem Aufzug, der für Krankenhausbetten ausgelegt ist 😉 Landen dann auch irgendwo, wo es nach Station aussieht, dafür ist von unserer Tutorin eine ganze Weile lag nichts mehr zu sehen. Sie sucht uns im Treppenhaus. Kommt aber dann auch irgendwann…

Die Station hatte (natürlich?) komplett verpeilt, dass einige Studenten kommen, obwohl ein paar Stunden zuvor noch unsere Tutorin da war, um dran zu erinnern, dass wir kommen.

Erst mal allesamt in ein Arztzimmer. Taschen und Jacken weg, dafür Kittel an und Stethoskope ausgepackt.

Dann ging es, mit viel Zeit ausgestattet an die Patienten. Wir haben es in 3er Gruppen probiert, und gehofft die Patienten nicht zu sehr zu erschrecken. Ausserdem wurde das Spiel „alles-was desinfiziert-werden-kann-wird-desinfiziert“ zur Perfektion getrieben, auf der Häm-Onk geht das schlecht anders.

Beim Patienten wurde das eine Woche zuvor erlernte auch angewandt, und die Hälfte von dem, was wir eigentlich untersuchen sollten dabei irgendwie vergessen. Zusätzlich haben wir immer noch die Geschichte des Patienten erzählt bekommen, warum er da ist und was im Vorfeld passiert ist –  war schon sehr interessant das Ganze anzuhören 🙂

Danach ging es wieder ins Arztzimmer. Nachbesprechung und so was. Die beste Frage überhaupt war ja: „Warum steht denn hier ein Bett?“ – gestellt von einer Mitstudentin. Die Tutorin sah auf jeden Fall so aus, als hätte sie größte Mühe diese Frage zu ernst zu beantworten. „Also weißt du… Ärzte sind ja schon hauptsächlich zum Arbeiten hier. Aber in der Nacht freut sich vermutlich jeder über ne Mütze Schlaf. Wenn es denn die Arbeit überhaupt zulässt.“

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