Schwangerschaft

Geburtsbericht Teil 1 – Vorgeplänkel

Das ist ein Geburtsbericht. So wie es war, ohne etwas ausgespart zu haben. Ich fand es insgesamt eine schöne Geburt, jeder kann es aber anders sehen.

Geschrieben am 4.10.15, überarbeitet am 10.1.16 und 19.3.16

So langsam (8,5 Wochen nach der Geburt) will ich den Geburtsbericht auch mal schreiben. Ich vergesse nicht, aber irgendwie verblasst die Erinnerung.

Nachdem ich vorher immer wieder mal Wehen hatte, aber nicht wirklich ernstzunehmende, weil es nur selten weh tat, hoffte ich auf einen Blasensprung. Damit war eindeutig geklärt, dass es los geht und ich muss mir nicht überlegen, ob die Wehen schon ernst zu nehmen sind oder noch gar nichts. Ich hatte Angst, entweder viel zu spät oder viel zu früh im Krankenhaus zu sein. Ich glaube, die Angst hat fast jede werdende Mutter?

Dadurch war ich wirklich glücklich, als ich am 31.8. morgens aufwachte, aufs Klo musste und dabei ein Schwall rosa Fruchtwasser kam. Durch die Menge und Farbe war ich mir absolut sicher, dass es ein Blasensprung war, schnappte mir ein Handtuch, steckte es zwischen die Beine, watschelte im komischen Gang durch die Wohnung und weckte vorsichtig meinen (damals noch) Freund. [ab sofort E. genannt] Da war es 6:45 Uhr.

Das Köpfchen saß schon seit Wochen fest im Becken, ich konnte also gemütlich alles fertig machen und dann in die Klinik fahren. Das hatte meine Hebamme aus dem Geburtsvorbereitungskurs auch so empfohlen, wenn noch keine wirklichen Wehen da sind. Ich hatte nur unregelmäßig ein leichtes Ziehen.

Ich habe dann noch ganz viel rumgewurschtelt und Sachen für das Auto zusammengesucht. Einen 120l-Müllbeutel und Handbücher um die auf den Sitz zu legen. Ich hatte die Ruhe weg auf keinen Fall und hab es vermutlich auch gut übertrieben, was die Vorsichtsmaßnahmen betroffen hat. Fruchtblase war zwar eindeutig undicht aber so, dass eine Inkontinenzbinde* das nachkommende Fruchtwasser locker aufsaugen konnte.

In der Klinik habe ich dann angerufen, dass wir uns auf den Weg machen, um 10:10 Uhr sind wir tatsächlich losgefahren. Ich war extrem glücklich und aufgekratzt, hatte ein kribbeln im Bauch. Kurz gesagt: Ich habe mich so gefühlt wie ich mich immer fühle, wenn ich im Flugzeug sitze, es auf der Startbahn beschleunigt und dann gleich abhebt. Ich war so aufgeregt was auf mich zukommt und wusste: Jetzt geht bald das Eltern sein richtig los. Die Geburt konnte nicht mehr irgendwann sein, sondern war nur noch Stunden bis maximal wenige Tage entfernt. Ich war so gespannt, ob das Känguru noch im Juli oder erst im August kommt.

*Inkontinentzbinden sind übrigens der Trick schlechthin bei Blasensprung und Wochenfluss, saugen alles auf und sorgen für ein trockenes Gefühl. Und man muss nicht mit Netzhöschen und Surfbrettern rumwatscheln, was zu einem beschissenen Gangbild führt, reibt, ruckt, nervt, ständig verrutscht, nicht gut aufsaugt und irre aufträgt. Mir war das „Wohlfühlen“ in meiner Kleidung und auch insgesamt sehr wichtig während der Schwangerschaft – ungeplant schwanger und sehr jung aussehend, dass man mit Glück mit 18 durchgeht – irgendwie muss man sich das Selbstbewusstsein zusammensuchen.
Meine Lösung war Always Professional aus der Apotheke, teuer und gut. Schon die Always Produkte in der Drogerie sind nicht so saugstark. (Nein, die Firma weiß bisher nicht, dass ich die Produkte toll finde. Bekommen tue ich also nichts dafür)

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2 Kommentare zu „Geburtsbericht Teil 1 – Vorgeplänkel

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