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Tageseltern-Eingewöhnung Tag 3 und 4

Am dritten Tag sollte die erste Trennung stattfinden, geplant waren 20 Minuten. Als es soweit war, sollte ich bitte 45 min wegbleiben. Kaum reingebracht wurde ich schon wieder rausgeschickt. Ich habe geschluckt und gemacht. Irgendwie hatte ich mich auf Känguru erst mal ankommen lassen, sie in irgendwas vertiefen lassen und ich gehen dann raus. Keine Ahnung, ob das so gemacht wird, das ist meine Vorstellung davon. So ist sie mir beim rausgehen direkt wieder hinterher gekrabbelt und wurde dann von der Tagesmutter eingesammelt. Das ist übrigens auch ihre Bezugsperson, wie ich endlich rausgefunden hatte. Offiziell sind es 2 Gruppen, die auch in getrennten Räumen sich aufhalten, in Realität ist es ein buntes Kuddelmuddel, was nur wenn das Jugendamt kommt geordnet wird. Ich hatte nach wie vor ein schlechtes Bauchgefühl, das Känguru war wohl soweit glücklich, war erst im Singkreis und hat dann etwas Obst gegessen. Sie wollte die ganze Zeit stehen üben.

Die Nacht danach – ein ganz guter Indikator wir es den Känguru geht – war nicht ganz so toll, aber auch nicht total grausam. 

Heute ging es dann zu Tag 4 hin – hinbringen, abgeben fertig, ich sollte 1,5 Stunden weg bleiben. Ich war so unglücklich mit der Situation, dass mir auf dem Weg zurück zur Wohnung erst mal die Tränen kamen. 

Beim Abholen hörte ich schon ein in den höchsten Tönen schreiendes Känguru, dass sich aber kaum auf meinem Arm wieder beruhigte. Total verheult, immer wieder aufschluchzend. Die Tagesmutter war mit den 3 Jüngsten dringengeblieben, der Tagesvater war mit den anderen draußen. 

Das Känguru hat die letzte Halbe- bis Dreiviertelstunde immer wieder geweint, kaum war sie beruhigt ging es weiter. Da frage ich mich echt, wozu die meine Telefonnummer haben? Ich meiner Mutter gesagt habe, dass ich gerade nicht telefonieren kann, damit ich erreichbar bleibe? Das Känguru ist nämlich ganz sicher nicht beruhigt, wenn sie immer wieder anfängt zu weinen. Dann ist das Grundproblem nicht gelöst.

Heute Nachmittag ist sie anhänglich, und fängt aus dem nichts immer wieder an zu weinen. „Ohne Grund“ will ich eher nicht schreiben. Sie kontrolliert immer wieder, ob ich noch da bin und ob ich ganz sicher die richtige bin. Findet sie sehr einfach heraus: Sie will kurz gestillt werden und duldet da auch nichts anderes zum beruhigen.

Morgen will ich das mal ansprechen, länger beim bringen da bleiben und wenn überhaupt nur kürzer rausgehen.

Ich hab ein komisches Bauchgefühl, da muss ich drauf hören. Ich habe schon oft genug nicht darauf geachtet und es im Nachhinein oft bereut.

Meine Familie sagt schon, dass ich sie wieder abmelden soll.

Heute war sie z.B. beim Wickeln nicht komplett sauber gemacht worden, in der extra für die Tagespflege angemieteten Wohnung sind diverse Stellen nicht richtig für Kinder gesichert, dass sie Möbel verschieben oder sogar umschmeißen könnten, es liegt ein schon vor sich hinwesender Vogel neben der Terrassentür etc. 

Lauter Dinge, die nicht gerade zum Wohlfühlen beitragen.

Nur noch morgen, dann ist Wochenende, Zeit zum Grübeln und mit der Familie und befreundeten Eltern noch mal austauschen. Und vielleicht den Plan B konkreter werden lassen.

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4 Kommentare zu „Tageseltern-Eingewöhnung Tag 3 und 4

  1. Also erst dachte ich noch… Naja, so spielt es sich bei uns in der Kita auch ab… Ich war auch ein wenig überrumpelt, als ich den kleinen nur im Raum übergeben habe und mich dann am anderen Gang auf ein Sofa setzen musste… Am nächsten Tag bin ich dann heim..
    Aber das mit dem Vogel… Ja, da haben sie in meinen Augen den Vogel echt abgeschossen. Sowas geht gar nicht. Wenn er irgendwo im Garten liegt und ihn keiner sieht, das kann passieren, aber sowas… Nee, geht gar nicht. Ich bin gespannt auf Plan b

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    1. Ich stelle neben dem Vogel jeden morgen den Kinderwagen ab, irgendwie nicht sehr schön… Ich glaub Plan B zu beschreiben gibt nen extra Blog-Beitrag…

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