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WMDEDGT Oktober 2016

Um 6:45 Uhr klingelt der erste Wecker, um 7:00 Uhr der zweite. Ich schleiche mich am Känguru vorbei aus dem Bett und gehe duschen. Gegen 7:30 wird das Känguru wach und wir kuscheln zum komplett wachwerden noch eine Runde.

Danach steht Wickeln und anziehen an und wir gehen in die Küche. Ich mache das frühstück fertig und packe etwas Proviant für den Tag zusammen. Wir frühstücken erst mal Butterbrot, Wurst und Obst kommt erst etwas später auf den Tisch, sobald das Känguru nämlich so etwas sieht, isst sie nichts anderes mehr.

Dann spielt sie zwischen meinen Beinen, die Spülmaschine muss im 15 Minuten Programm noch unsere Trinkflaschen säubern, gestern Abend habe ich vergessen die anzustellen. Die Trinkflaschen werden befüllt, das Chaos im Wohnzimmer gut ignoriert.

Noch einmal wickeln, im letzten Moment noch an das Geschenk für Freunde denken.

Das Känguru ist bei dem Wort „Kindergarten“ schon ungeduldig und bringt mir Schuhe und Jacke, nach dem anziehen steht sie schneller als ich gucken kann am Buggy und will reingeholfen bekommen.

Wir gehen pünktlich um 8:40 los, den üblichen Weg ohne Abweichungen. Aus der Wohnungstür raus, den Kinderwagen 7 Stufen runter  hoppeln, Haustür auf, durch den Hof, noch mal 4 Stufen runter und den kleinen Weg entlang hinter dem haus. Links, schräg geradeaus, Strassenbahngleise überqueren, die Strasse weiter und noch mal links, schon sind wir da.

Ich wundere mich mal wieder, wie leicht der Buggy doch im Vergleich zum Kinderwagen die Schräge und an der Treppe hoch und runter zu bekommen ist.

Um 8:55 Uhr stehen wir an der Kita, klingeln und dürfen rein. Heute hat es nur 6 Grad, da gehen sie erst später raus. Das Känguru hat erst ein mal drinnen gespielt, und ist deswegen in dem kleinen Gruppenraum doch erst mal erschlagen und klammert sich an mein Bein. Sie taut dann aber immer mehr auf und geht auch von mir weg und spielt. Meist zwar alleine, aber sie teilt auch gerne mit den anderen Kindern. Um 9:30 Uhr schleiche ich mich raus, erfolgreich. Die Praktikantin kommt gegen 10 Uhr vorbei und sagt, dass alles in Ordnung ist und sie einfach glücklich vor sich hin spielt. Kurz: alles Perfekt, es werden vermutlich eher 45 statt 30 min Trennung. Ich gehe kurz zur Leiterin ins Büro und erweitere unseren Vertrag ab 1.11. von 25h/Woche auf 40h/Woche, damit etwas mehr Lernzeit übrig bleibt.

In der restlichen Zeit schreibe ich mit meiner Mutter, was ich mir fürs Geburtstagspaket wünsche. Zum Buch lesen komme ich gar nicht und beginne den Blog-Beitrag zu schreiben.

Heute sind 2 Erzieherinnen und eine Praktikantin da, darauf kommen 8 Kinder. Traumhafte Betreuung. Ich höre die Kinder Musik machen, während ich in der Garderobe warte.

Um 10:30 darf ich das Känguru aus der Gruppe holen, die Kinder sind gerade mit dem Vormittagssnack fertig geworden. Smarties! Eigentlich wurde zum 1.10. der Caterer gewechselt, um genau das zu vermeiden. Ist auch vom Personal nicht erwünscht.

Danach geht es im Eiltempo zur Straßenbahn, wir wollten uns eigentlich um halb 11 mit dem Känguru-Freund treffen, ich habe ihn im Vorfeld schon auf 10:45 vertröstet und schreibe schnell, dass es eher 11 Uhr wird.

Um 11:05 Klingel ich dann (die Straßenbahn hatte mal wieder Verspätung, war ja klar), das Känguru will in den 4. Stock selbst laufen. Wir sind so eine Weile beschäftigt 😉

Erst wird erst mal drinnen gespielt, draußen hat es angefangen zu regnen. Ich muss mir übrigens dringend ein Buggy Regenverdeck kaufen!

Irgendwann kommt die Sonne raus und auch wir gehen nach draußen auf den Spielplatz gegenüber.

Das Känguru stolpert viel, sie ist einfach müde und hält sich aber tapfer. Normalerweise macht sie da schon längst ihr Mittagsschläfchen. Schön, mal wieder mit dem Papa von dem dazugehörigen Papa zu quatschen. Um 13:20 Uhr trennen sich unsere Wege, der Spielgefährte muss auch Mittagsschlaf machen, das Känguru pennt in der Straßenbahn ein und ich schreibe derweil hier weiter. Immerhin ist die Bahn mal pünktlich und Platz zum Sitzen neben dem Kinderwagen.

Um 14:00 Uhr bin ich zu Hause und trinke erst mal etwas. Wieder 40 min für einen Weg gebraucht, der mit dem Auto in 10 min erledigt gewesen wäre (abgesehen von der Parkplatzsituation). Ich habe nur noch nicht wieder das Auto in der Unistadt.

Das Känguru schläft bis 15:30, es gibt ein verspätetes Mittagessen.

Die ganze Zeit versuche ich immer mal wieder verschiedene Wichtige Leute zu erreichen und Infos zu bekommen von der Uni – durch meine Schwangerschaft ist dann doch richtig viel durcheinander gewirbelt worden im normale Studienablaufplan. Zumindest in ein paar Sekretariaten komme ich durch, der Professor ist nur trotzdem nie da und ich bekomme Termine oder einen Rückruf versprochen.

Nebenbei spielt das Känguru immer wieder alleine, ich ziehe sie auf ihrem Bobbycar durch die Wohnung und wir Hupen um die Wette. Gegen 18 Uhr gibt es Abendessen und dann geht es schlafen. Um 19:45 Uhr schläft das Känguru endgültig und ich habe seit langen wieder einfach nur so Zeit. Ich terminiere ein paar Überweisungen, kaufe für das Känguru noch Strumpfhosen und einen Badeponcho, das habe ich im normalen Geschäft nicht mehr bekommen. Danach sehe ich noch ein paar Videos – Freiheit! Normalerweise habe ich dafür nie Zeit. Um 23:30 Uhr gehe ich ins Bett – ziemlich spät für meine Verhältnisse. Aber so ein freier Abend, wo ich nicht selbst zu k.o. bin um nach dem ins Bett bringen vom Känguru noch mal aufzustehen oder das Känguru ständig wieder aufwacht, weil ich nicht in der nähe bin – das muss ausgekostet werden.

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